• Befragung Privatwaldbesitzende Rhein-Wied

Befragung – Anliegen und Ziele der Waldbesitzenden

Die Anliegen und Ziele von Waldbesitzenden können so unterschiedlich sein wie ihr Wald selbst. Um das Angebot von Waldwärts-Rhein-Wied an spezifische Anliegen und die Besonderheiten des jeweiligen Waldes anzupassen, haben wir eine Umfrage durchgeführt.

Die Befragung (2020/2021)

Über 40 % der Landesfläche von Rheinland-Pfalz sind bewaldet. Etwa ein Viertel davon, circa 210.000 Hektar, befinden sich im Privatbesitz. Insbesondere der Kleinprivatwald weist vor dem Hintergrund des Klimawandels starke Pflegerückstände auf. Dies hat viele Gründe, die von Unwissenheit über den eigenen Waldbesitz bis hin zu der Lage und den damit verbundenen schwierigen Bewirtschaftungsmöglichkeiten. Um dem entgegenzuwirken und den Privatwaldeigentümern (PWE) neue Möglichkeiten der Waldpflege aufzuzeigen, hat sich das Leader-Projekt Waldwärts Rhein-Wied mit einer umfangreichen Befragung an die Waldbesitzenden der Projektgemeinden Unkel, Bad Hönningen und Linz gewendet.

Dazu wurden im Jahr 2020/21 Fragebögen mit 25 Fragen zu verschieden Themen rund um den eigenen Waldbesitz an über 6.000 Waldbesitzende verschickt. Einen ersten Einblick in die zentralen Ergebnisse, Grafiken und daraus resultierenden Empfehlungen für den Privatwaldbesitz, erhalten Sie im Folgenden.

Zentrale Aussagen zum Waldbesitz in der Region Rhein-Wied auf einen Blick

  • Wald gehört hauptsächlich Einzelpersonen.
  • Er ist schon lange im Familienbesitz.
  • Wald wird am häufigsten im Alter von 50 bis 59 Jahren geerbt oder erworben.
  • Der Großteil der Waldbesitzenden (70 %) wohnen in der Nähe ihres Waldes in Entfernungen unter 20 km.
  • Über die Hälfte der Befragten (63 %) besitzt , die unter einem Hektar groß sind
  • Wichtigster Absprechpartner: die eigene Familie, an zweiter Stelle steht der Privatwaldbetreuer des Forstamts.
  • Wichtigste Waldnutzung: Brennholz zur Eigenversorgung.
  • Wald hat hohen ideellen Wert.
  • Klimawandel fördert Interesse am Wald.

Empfehlungen

  • Datenbasis verbessern: Ohne entsprechenden Datenzugang ist es bei der Kleinteiligkeit der Struktur keiner Organisation aufgrund knapper Ressourcen – aber auch technischer Möglichkeiten und der Schwierigkeiten beim Datenzugang – leicht möglich eine Einzelansprache der Waldbesitzenden zu bewerkstelligen.
  • Lokale Initiativen zur gemeinschaftlichen Bewirtschaftung fördern: Laut Befragung, wird gemeinschaftliches Eigentum aktuell nicht als attraktives Konzept angenommen, bietet jedoch eine Vielzahl an Vorteilen gerade für den kleinstrukturierten Privatwaldbesitz. Gerade deshalb ist es wichtig „Leuchttürme“ zu schaffen, die zur Nachahmung anregen, ein Beispiel dafür ist der bereits erwähnte gemeinschaftliche Nutzungseingriff in „Am Nonnenfeld“.
  • Waldtausch und -kauf/-verkauf unterstützen
  • Waldbesitzereigene Organisation stärken: Stärkung von Ehrenamt und modernen Angeboten für verschiedene Bedürfnisse der Waldbesitzenden.
  • Standards bereitstellen: Dokumentation und Weitergabe von Erfahrungen, Standarddokumente erstellen.
  • Gezielt kommunizieren: Verstärkte Kommunikation für lokale Initiativen du gezieltere Ansprache der Waldbesitzende in verschiedenen Bedürfnissen.
  • Aktuelle Themen zur Ansprache der Waldbesitzenden aufgreifen
  • Spezifisch fördern

Ausgewählte Ergebnisse der Befragung

In Kürze ist die komplette Auswertung der Befragung hier online verfügbar.